28. Tag – Die letzte Festlandetappe

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Pizzo liegt noch in Sichtweite, da habe ich schon 200 Höhenmeter im Sack

Von Pizzo ging es heute morgen gleich bergauf. Auf dem Programm standen zwei Berge, jeweils um die 550 Meter hoch (einen dritten hätte ich auch nicht geschafft…) Als ich mich schließlich aus Pizzo herausgekurbelt hatte, war ich schon auf 150 Meter Höhe. Trotz allem sind die Auffahrten mühsam, es ist sehr warm und ich komme heute auf insgesamt über 2400 gefahrene Höhenmeter.

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Traumhafte Straßen – leider gehen sie für mich erstmal nur aufwärts
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Auf einmal traue ich meinen Augen nicht: mitten im Thyrrhenischen Meer dampft ein Vulkan vor sich hin – es ist der Stromboli

Als ich den zweiten Berg des Tages passiert habe und die Abfahrt anfängt, liegt auf einmal Sizilien vor mir – diesmal ist jeder Irrtum ausgeschlossen. Das motiviert und lässt die vergangenen Steigungen vergessen.

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Diesmal ist es keine Einbildung – Sizilien liegt vor mir, so unglaublich nahe am Festland, das man glauben könnte, es gehört dazu!

Was nun folgt, ist eine Abfahrt vor sensationeller Kulisse bis nach Bagnara Calabra. Dabei durchfahre ich auch einige kleinere Dörfer, von denen bestimmt jedes einzelne einen Besuch wert wäre…

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Eine Abfahrt, die Laune bringt: Es geht runter bis in die Ortschaft Bagnara Calabra und dann immer am Wasser entlang
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Zehn Kilometer vor dem Ziel durchfahre ich die Ortschaft Scilla, die für das Bilderbuch-Italien schlechthin steht

Bis nach Villa San Giovanni, meinem heutigen Tagesziel, sind es von hier aus noch ca. 20 Kilometer. Dort finde ich schnell eine Unterkunft bei Alessandro. Er ist Rechtsanwalt, betreibt nebenbei noch 2 B&B’s und hat eine Olivenplantage. 20 Meter vor der Tür habe ich das Meer und ich weiß jetzt schon, dass ich wie ein Stein schlafen werde…

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Meine Unterkunft liegt heute direkt am Wasser
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Am späten Nachmittag geht’s zum Hafen noch ein bisschen Schiffe gucken
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Die Straße von Messina mit Sizilien im Hintergrund zur Abendstunde

km: 95,10
Funfaktor (1-10): 10

2 Kommentare zu “28. Tag – Die letzte Festlandetappe

  1. Traumhafte Eindrücke und endlich Funfaktor 10, besser kann es gar nicht laufen. Es hat sich also völlig gelohnt. Du hast tolle Orte kennen gelernt. Und selbst den Stromboli gesehen… Ich bin schon etwas neidisch, aber du hast es dir ja auch mühevoll erstrampelt, grandios.

    Nun hast du endlich dein Ziel vor Augen und auch ich bin voller Vorfreude, dich in Syracuse zu begrüßen, es lohnt sich. Also halte durch, noch eine letzte Etappe und du hast dein Ziel erreicht! Toi, toi, toi und bis morgen! Viel Erfolg 🍀!

    Liebe Grüße Kerstin!

  2. Lieber Sebel, wir sind bereits in SIzilien gelandet. Es ist eine wundervolle Insel, die wir sicherlich nicht erkundet hätten, wenn du nicht deine Fahrradtour unternommen hättest. Nun ist alles für deine Ankunft vorbereitet. Du wirst staunen, denn Kerstin hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Es nicht einmal mehr ein Tag bis zum Wiedersehen. Ciao Moni

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