27. Tag – Höhenmeter satt und eine Stadt, die Aufzüge bräuchte…

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Eine knappe Stunde nach dem Start bin ich schon fast auf 600 Meter

Eigentlich war es gut, dass heute morgen der Himmel bedeckt war und es nur 20 Grad waren. Die ersten 2-3 Stunden ging es ja nur aufwärts, dabei verzichte ich gerne auf die Sonne. Auf zum Glück wenig befahrenen Straßen ging es über Serpentinen bis auf 1050 Meter hoch.

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Bin ich hier am Reschenpass..?
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Ich liebe diese kleinen italienischen Bergdörfer – nur hinkommen muss man erstmal

Die alte Weisheit: „Wenn’s hoch geht, geht’s auch irgendwann wieder runter“ galt natürlich auch heute. Die traumhafte Abfahrt ließ nicht lange auf sich warten. Von 1000 hm zum Meer in einer guten halben Stunde inklusive Fotopausen. Man muss sich wirklich zusammenreissen, nicht bei den hohen Geschwindigkeiten in die Landschaft zu schauen – gerade bei den italienischen Straßenverhältnissen sollte der Blick immer auf dem Asphalt sein.

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Kleines Panorama auf der Abfahrt

Das Gebirge hat mich schließlich in einem Küstendörfchen namens „Campora San Giovanni“ ausgespuckt. Von da aus ging es im flotten Flachetappen-Tempo Richtung Süden. Zu meinem heutigen Etappenziel sollten es aber immerhin noch 60 Kilometer sein, die sich am Ende ordentlich hingezogen haben.

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Am Wasser angekommen konnte ich nach kurzer Zeit schon Sizilien am Horizont ausmachen – dachte ich jedenfalls. Ein Irrtum! Es ist die andere Landseite des „Golf von Sant’Eufemia“, den ich ansteuere…

Irgendwann bin ich dann nachmittags in Pizzo angekommen. Diese wirklich malerische Ortschaft liegt auf einem steilen Klippengebirge am Wasser, die Altstadt ist sehr weit oben. Wer hier zu Fuss oder mit Fahrrad unterwegs ist, sollte sich auf anstrengende Steigungen einstellen. Der Urlaubsort beherbergt viele Touristen, daher hat es auch nicht lange gedauert, eine passende Unterkunft zu finden.

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Die kleine Stadt Pizzo an der Nordwestseite der Stiefelspitze
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Ein schöner Brunnen mit vier wasserspendenden Köpfen in der Altstadt von Pizzo
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Von der Altstadt hat man einen schönen Blick über die Küstenlinie

Ich habe hier ein B&B bei einer netten Familie und darf das ganze Obergeschoss bewohnen:-) Und das Fahrrad kommt einfach mit rein in die Bude!

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Meine Unterkunft für diese Nacht

km: 103,11
Funfaktor (1-10): 9

8 Kommentare zu “27. Tag – Höhenmeter satt und eine Stadt, die Aufzüge bräuchte…

  1. hey seppi altes haus,

    immer wieder sehr schöne bilder von dir – seppi. karola fragt ,wie kommst du zurück – kommst du geflogen, oder mit der bahn?

    weiterhin gute fahrt – komm gesund zurück – und nicht vergssen ,für kerstin was schönes mitzubringen.

    herzliche grüße jürgen u. karola

  2. Jetzt isses ja bald geschafft! Dann haste Dir n schönen Urlaub echt verdient. Hier hättest Du bald auch eine Urlaubsvertretung. Mattis neue Leidenschaft sind Fotoapparate. Er hat jetzt seinen eigenen und übt schon fleißig. Liebe Grüße vom Kaiserdamm, Vanessa

  3. Hallo Sebel! Einfach toll wie Du den Tausender mit einer Leichtigkeit geschafft hast, dafür aber dann mit einer erfrischenden Abfahrt belohnt wurdest. Bald geht Dein langgehegter Wunsch in Erfüllung und das Ende Deiner traumhaften Reise naht.
    Aber noch bist Du nicht am Ziel und für den Rest wünsch ich Dir weiterhin gutes
    Vorwärtskommen und viel Glück! Lb Gruß Gisi

  4. Hi Sebel,

    Du bist deinem Ziel ganz nahe und hast jetzt auch alle Berge Italiens mitgenommen. Mehr kommen nicht. Übersetzten und Sizilien heißt dich willkommen. Wir erwarten dich!
    Liebe Grüße aus Syracuse senden Moni & Kerstin!

  5. Über 100km und trotzdem einen 1000er auf der Etappe noch mitgenommen.
    Die Frage nach Deiner Fitness hat sich so für mich dann auch von selbst erklärt.
    Respekt mein Lieber und nun alle Gute für den Rest der Fahrt, wünscht
    Carsten

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